Der Filmtheoretiker HERBERT TANNENBAUM.
Herausgegeben und eingeleitet von Helmut H. Diederichs.
Mit einem Text von Willy F. Storck.
Frankfurt am Main: Deutsches Filmmuseum 1987.
95 Seiten.
(Schriftenreihe "Kinematograph", Nr. 4).
"Jetzt ist die wohl erste Würdigung des Films unter ästhetischen Gesichtspunkten wieder herausgegeben, die Herbert Tannenbaum unter dem Titel "Kino und Theater" 1912 in München veröffentlicht hatte. ... Der Band enthält alle weiteren Aufsätze von Tannenbaum zum Thema Film, darunter zwei Aufsätze über Filmplakate, die damals zumindest nach den gezeigten Beispielen ein künstlerisches Niveau hatten, das viele unserer heutigen Plakate vermissen lassen. Die materialreiche Lebensbeschreibung von Tannenbaum, der später Kunsthändler in Mannheim war, die Kriegsjahre untergetaucht in Holland überlebte, dann nach Amerika emigrierte und 1958 bei einem Besuch in Deutschland starb, ist ebenso sorgfältig recherchiert und von umfassender Kenntnis der Filmdiskussion jener Jahre getragen wie die Anmerkungen zu den Texten Tannenbaums. Der Herausgeber Helmut H. Diederichs ist gegenwärtig wohl der beste Kenner der intellektuellen Filmszene jener Zeit." (Neue Zürcher Zeitung, 17.9.1987)
Das Buch ist beim Verlag noch verfügbar.
Ulrich von Thüna in Publizistik, Nr. 1, 1988:
Die von Diederichs recherchierte Lebensgeschichte Tannenbaums offenbart zugleich ein deutsches Schicksal zwischen Krieg, Avantgarde der zwanziger Jahre, Verfolgung durch die Nationalsozialisten und Emigration nach Amerika. Von den vielen verschütteten Traditionen ist hier eine wieder aufgedeckt worden.